Der Palazzo Minciotti befindet sich im Herzen der
oberen Altstadt von Assisi, genau gegenüber dem Dom S. Rufino.
Zu Beginn des 19. Jh. ging er in den Besitz der Familie Minciotti
über, als Teil der Mitgift eingebracht von Gräfin Giulia
Cilleni Nepis, der Nachfahrin einer Adelsfamilie, deren Wurzeln
bis ins Mittelalter zurückreichen. Giulias Vater war ein bekannter
Maler, einer der ersten, die sich mit der Technik der Lithographie
auseinander setzten.
Die Celleni Nepis werden in Büchern zur Geschichte Assisis
erwähnt, zumeist in einem Atemzug mit der Familie Fiumi, ihrer
historischen und größten Rivalin. Der Jahrhunderte lange
Kampf zwischen diesen beiden berühmten Familien hat die Geschichte
der Stadt geprägt, noch heute existiert wenn auch in
stark abgeschwächter Form - eine Rivalität unter ihren
Nachkommen, die aber im Laufe der Zeit die Form ziviler, eher scherzhafter
Diskussionen angenommen hat.
Die heutigen Besitzer des Palazzo Minciotti sind Edoardo und Sofia
Minciotti, die sich wie in der Vergangenheit schon ihr Vater Salvatore
darum bemühen, ihn mittels Restaurierungsarbeiten unter Wahrung
des ursprünglichen Aussehens aller internen wie externen Details
in perfektem Zustand zu erhalten. Aufgrund der Familienentwicklung
blieb der Palazzo mit seinem großen Garten ungeteilter Besitz.
Im Garten (von dem aus die Rocca Maggiore, die von einem papsttreuen
Condottiere ausgebaute Festung bewundert werden kann) sind die ehemaligen
Rosenbeete, die den Großeltern lieb und teuer waren, wieder
zu neuer Blüte gebracht worden. Es heißt, dass dort für
die damalige Zeit so seltene Raritäten wie die schwarze Rose
und die Muskatrose wuchsen. Die einzige Neuheit in dem ansonsten
unverändert erhaltenen Garten ist das Schwimmbecken. Ein kleines
Becken, weil es das einzige im Herzen einer Kunststadt ist.
Wie viele andere Familien des 19. Jh. hatte auch diese Familie zahlreiche
Mitglieder. Gräfin Giulia und Salvatore Minciotti Senior bekamen
acht Kinder, aber nur eines, der Großvater der heutigen Besitzer,
heiratete und hatte einen einzigen Sohn. Drei der acht Kinder gingen
ins Kloster. Insbesondere Matilde, die 25 Jahre lang Äbtissin
im Benediktinerinnenkloster war, stellte sich der Zeit des Faschismus
mit großem Mut. Sie versteckte in ihrem Kloster zahlreiche
jüdische Familien und rettete sie so vor den Verfolgungen dieser
dunklen Jahre. In einem amerikanischen Film,"Assisi Underground",
wird von Episoden der Rassenverfolgung und der Inschutznahme von
Juden durch die Benediktinerinnen unter der Leitung ihrer Äbtissin
Matilde Minciotti erzählt.
Im Eingangsbereich des Gebäudes sind das Familienwappen und
ein Foto mit Giulia und Salvatore im Kreise ihrer acht Kinder angebracht.
Die Möbel in den Appartements, insbesondere die Eisenbetten,
stammen noch aus dieser Zeit, ebenso wie einige andere Möbelstücke
und Bilder.
Palazzo Minciotti Ferienwohnungen
Via S. Maria delle Rose, 2
06081 Assisi (PG) Italien
Tel. +39-075-813168, +39-329-7334552
E-mail: info@palazzominciottiassisi.com